Arterhaltung: Rettung eines Bienenvolkes
ARD Kopfball Making of
Unsere Standorte (Links zu den Seiten)
Sinzig
02642-905920

Bonn
0228-24254664

Frankfurt
069-77035931

Koblenz
0261-13373350

Köln
0221-17051848

Neuwied
02631-9549424

Mainz
06131-2173085

Aktuelle News

Berlin wieder Hauptstadt der Bettwanzen

Forscher schlagen Alarm (Quelle: Berliner Kurier)

Ekel-Alarm in Berliner Betten. Wanzen sind wieder auf dem Vormarsch. Schon bis zu 500 Haushalte, Wohnheime und Hotels sind befallen. Und das, obwohl die Krabbler schon vor Jahrzehnten hier fast ausgerottet waren. Ursache sind der steigende Gebrauchtmöbel-Handel und auch die Reiselust. Die Leute schleppen die Schädlinge in Koffern heim.

Sie sind 3,8 bis 5,5 Millimeter klein, behaart, rotbraun, schuppig und nachts aktiv. Kaum ist das Bett kuschelwarm, der Mensch eingeschlummert, kriechen die Parasiten aus Ritzen, Fußleisten oder Steckdosen. Bettwanzen sind Blutsauger. Auf der Haut hinterlassen sie durch ihren Speichel schlimm juckende Quaddeln.

Viele Betroffene gehen aus falscher Scham nicht zum Arzt oder denken an eine Allergie. „Eine Patientin wurde hochaggressiv, als ich ihr sagte, sie habe Ungeziefer in der Wohnung“, sagte Hautarzt Burkhard Bratzke von der Berliner Landesgruppe des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen.

Den Parasiten ist nur äußerst scher beizukommen. Erfolgreiche Hausmittel gibt es dagegen nicht. Das schafft nur der Fachmann mit der Chemie-Keule. „2010 wurden uns 473 Einsätze in Wohnungen und Hotels gemeldet, 2008 waren es noch 330“, sagte Mario Heising, Vorsitzender des Verbandes der Schädlingsbekämpfer in Berlin. Krass war sein Fall einer älteren Dame mit Sammelleidenschaft für alte Möbel. „Wir mussten ausräumen, staubsaugen, Gift sprühen“, sagte Heising. Ein Einsatz für 2500 Euro.

Der Berliner Hotel- und Gaststättenverband hat 2010 ein Merkblatt zu Bettwanzen herausgegeben. Zahlen der betroffenen Häuser erhebt der Verband aber nicht

 

Hornissen leiden unter nassem Wetter

Die Hornissen leiden in diesem Jahr in Deutschland unter den ungewöhnlichen Wetterverhältnissen. Im Frühling heizten sich die ersten Brutstätten der Insekten zu stark auf und während des regnerischen Sommers fanden Hornissen kaum Nahrung.

Nach Meinung des Hornissen-Experten Jochen Zippel vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Thüringen fehlt es vor allem an geeigneten Nistplätzen in den Wäldern. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa forderte er mehr Brutkästen. Davon könnte auch die Forstwirtschaft profitieren, ist sich Zippel sicher.

“Im Frühjahr sind viele Bruten “zerkocht”", sagte Zippel. Bei Temperaturen von 30 Grad im Schatten, könne es unter Hausdächern und in Scheunen bis zu 60 Grad warm werden. “Das überleben die Maden nicht. Die Königin sucht dann einen neuen Platz, aber die zweite Brut fällt wesentlich kleiner aus”, erklärte der Fachmann. Der neue Hornissenstock bestehe dann nur noch aus etwa acht Waben, statt etwa zwölf bis 14 im ersten Nest. In diesem Sommer komme zu allem Übel noch der viele Regen. “Bei Regen fliegen die Hornissen kaum aus ihrem Nest und finden nicht genügend Nahrung für die Brut”, sagte Zippel. In Wäldern hätten Hornissen bessere Bedingungen, um Wetterextremen zu trotzen. “Dort ist das Temperaturgefälle nicht so groß und es besteht immer eine gewisse Luftzirkulation.” Außerdem sei das Nahrungsangebot reicher.

Im Gegensatz zu Wespen holen sich Hornissen ihre Nahrung nicht vom gedeckten Kaffeetisch. Sie mögen es fleischig und kosten nur selten von Fallobst oder Baumsäften. Auf ihrem Speiseplan stehen Insekten. Bis zu einem halben Kilogramm verspeist ein Volk jeden Tag. “Hornissen fressen alle Insekten, die sie bewältigen können. Dazu zählen auch Borkenkäfer”, erklärt Zippel.

Doch Forstbetriebe rauben den natürlichen Schädlingsbekämpfern die Nistgrundlage, weil sie totes Altholz aus den Wäldern verbannen. In holen Bäumen nisten Hornissen am liebsten. “Nester unter Hausdächern und in Scheunen sind nur Notunterkünfte, weil die Tiere keine anderen Plätze gefunden haben”, sagte Zippel. Das Aufstellen von Nistkästen für Hornissen nach einer Umsiedlung sei zu stark reglementiert, findet er. In Naturschutzgebieten seien Nistkästen beispielsweise tabu und dürften nur mit Sondergenehmigung aufgestellt werden.

Wer im eigenen Heim ein Hornissennest findet, muss nicht in Panik ausbrechen. “Wenn die Leute einen Abstand von fünf Metern einhalten, sollte nichts passieren.” Ein Hornissennest zu beseitigen, sei hingegen gar nicht so einfach. “Dafür brauchen sie eine Genehmigung vom jeweiligen Landkreis, weil Hornissen unter Naturschutz stehen”, erzählte Zippel.

Für die fachmännische Beseitigung müssen Hausbesitzer bezahlen. Die Kosten sind unterschiedlich, liegen aber meist bei etwa 100 Euro. In einigen Fällen muss das Nest umgesetzt werden. “Das ist sehr schwierig, weil die Hornissen dann eine Zeit lang gefüttert werden müssen”, sagte Jochen Zippel. Aus den Zutaten für den Futterbrei macht der Naturfreund jedoch ein Geheimnis. “Da stecken viele Jahre Erfahrung drin. Ich habe darauf schon ein Patent angemeldet”, verriet er.

Entgegen der landläufigen Meinung ist der Stich einer Hornisse nicht gefährlicher als der einer Biene oder Wespe. Hornissen seien auch nicht aggressiv, betonte der Experte. “Es kommt allein auf das Verhalten des Menschen an.”

(Quelle: General Anzeiger Bonn vom 11.08.2011)

“Freak-Maus” ist resistent gegen Nagergift

Houston/Berlin (dpa) – Sie ist die Horrorvorstellung eines jeden Kammerjägers: Eine Maus, die gegen Nagergifte resistent ist. Wissenschaftler aus Deutschland und den USA haben solche “Freak-Mäuse” nun bei einem Stamm der Westlichen Hausmaus in Westfalen entdeckt.

“Evolution auf frischer Tat ertappt” – Wissenschaftler haben Mäuse entdeckt, die einen Widerstand gegen Nagergifte entwickelt haben. Foto: DPA

Dort hatte ein Schädlingsbekämpfer im Keller einer Bäckerei vergeblich versucht, Mäuse mit dem Gift Warfarin zu bekämpfen. Das Mittel wird eigentlich als Blutverdünner eingesetzt, seit den 1950er Jahren aber auch als Gift gegen Ratten und Mäuse.

Als die Forscher um Michael Kohn von der Rice University in Houston die Mäuse im Labor untersuchten, staunten sie: Durch eine Veränderung des Gens “vkorc1″ waren die Tiere immun gegen Warfarin. Und: Ihre Gensequenz war identisch mit derjenigen der Algerischen Maus (Mus spretus) – die in Deutschland aber gar nicht vorkommt.

Die Wissenschaftler gehen nun davon aus, das zwei Prozesse zu der Resistenz der Mäuse geführt haben: Zunächst haben sich offenbar die Gene der Algerischen Maus durch eine Mutation im Erbgut verändert. Die Tiere haben sich durch ihr Leben in der Wüste wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum hinweg an eine Vitamin-K-arme Ernährung angepasst. Das machte sie – zufällig – auch resistent gegen den Wirkstoff Warfarin. Vitamin K ist bedeutend für die Blutgerinnung.

Die beiden Mäusearten müssen sich anschließend in Regionen, in denen sie beide vorkommen – beispielsweise in Nordafrika oder Spanien – gekreuzt haben. Dabei wurde die Resistenz gegen Warfarin offenbar an die Westliche Hausmaus weitergegeben. “Wir haben die Evolution auf frischer Tat ertappt”, berichtet Michael Kohn. Mit dem Transport von Getreide oder anderen Lebensmitteln sei der neue Mäusestamm dann wahrscheinlich nach Westfalen gekommen.

Modellrechnungen zeigen, dass der Einbau des Gens erst vor etwa zehn bis 20 Jahren stattfand – also nach der Einführung der Schädlingsmittel. Die Studie wurde in der Online-Ausgabe des Journals “Current Biology” veröffentlicht. Daran beteiligt waren auch Mitarbeiter der Bayer AG, die die Studie finanziell gefördert hat.

(Quelle: General Anzeiger Bonn vom 21.07.2011)

 

 

Lebenmittelkontrolleure schlagen Alarm

Heftige Mängel bei Hygiene und Kennzeichnungen festgestellt – Sushi Geschäfte im Visier


Berlin. Schinkenimitat im Handel, Hygienemängel bei Sushi: Die Zahl der Lebensmittelverstöße ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Die Lebensmittelkontolleure der Länder fanden Mängel in rund 24 Prozent der untersuchten 545 000 Betriebe, berichtete das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

Im Jahr zuvor waren es etwa 23 Prozent. Die meisten Probleme gab es mit 54 Prozent erneut bei der Hygiene. Aber auch die Kennzeichnung hatte Mängel.
Die Prüfer nehmen unter anderem auch Krankenhausküchen, Sushi-Lokale sowie auch Schinken genauer unter die Lupe. Bei mehr als einem Drittel (37,5 Prozent) der 136 geprüften Sushi-Betriebe fanden sie Mängel bei Reinigung und Desinfektion.In der Kühlkette gab es Probleme bei etwa einem Fünftel der Betriebe (19,9 Prozent).

In Klinikküchen sieht es nicht besser aus: Die Schädlingsbekämpfung war bei rund sieben Prozent von 414 Betrieben nicht ausreichend. 
In vielen Imbissen bekommen die Kunden nicht mehr Schinken, sondern Kunstschinken: In rund 740 Imbissen waren 70 Prozent Schinkenimitate in Speisekarten falsch gekennzeichnet. Neben rund 545 000 Betrieben untersuchten die Kontrolleure auch fast 387 000 Lebensmittelproben. In 13,4 Prozent fanden sie Mängel – etwa so viel wie im Vorjahr.
(Quelle: Rhein-Zeitung vom 22.10.2010)

________________________________________________________________________________________

Hantavirus-Infektion durch Mäuse


Die Gruppe der Hantaviren umfasst mindestens fünf Vertreter, die für den Menschen pathogen sind. Sie sind weltweit verbreitet, in Deutschland scheinen die meisten Erkrankungen durch das Puumala-Virus ausgelöst zu werden. Alle Hantaviren bestehen aus einer einsträngigen RNA mit einer Hülle.

SYMPTOME: Man nimmt an, dass ungefähr jeder dritte Infizierte Symptome entwickelt, bei den anderen zwei Dritteln verläuft die Ansteckung ohne oder nur mit schwachen Allgemeinbeschwerden wie leichtem Fieber, Kopfschmerz oder Schüttelfrost und leichten Einblutungen in die Haut. Das Vollbild besteht anfangs aus Fieber, starken Kopfschmerzen und meist Einblutungen der Schleimhäute. Die akute Lebensgefahr ist gekennzeichnet durch Herz-Kreislauf-Störungen und einer beidseitigen akuten Nierenentzündung mit Nierenversagen.

Dazu kommen oft Blutungen des Magen-Darm-Traktes und des Gehirns. Die beginnende Erholung zeigt sich durch eine starke Urinausscheidung von bis zu sechs Litern täglich ungefähr in der sechsten Erkrankungswoche. Eine Infektion mit einem Hanta-Virus bedeutet zwingend die Behandlung in einer Klinik, sinnvoller Weise in einer auf schwere Verläufe spezialisierten Abteilung der Inneren Medizin mit entsprechend ausgelegter Intensivstation. Eine Hanta-Infektion ist durch das Labor meldepflichtig; eine überstandene Erkrankung führt zur Immunität gegenüber diesem Typ des Hanta-Virus.

Überträger, Infektionsweg 
Virusträger sind Nagetiere, in Deutschland vor allem die (Rötel-) Maus. Die Nager erkranken selbst nicht, scheiden aber die Erreger massenhaft im Urin und Kot aus. Spuren der getrockneten Exkremente werden dann durch den Menschen eingeatmet, so dass es zu einer Infektion kommt. Ein Biss der Tiere scheint für die Übertragung keine Rolle zu spielen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch konnte bisher weltweit trotz einiger Verdachtsfälle nicht bewiesen werden.

Der Übertragungsweg über die Mäuse könnte die Tatsache erklären, dass es vor allem im Frühjahr in Deutschland immer wieder zu Häufungen von Hanta-Virus Erkrankungen kommt. Gerade in milderem Winter steigt die Population der übertragenden Mäuse stark an, die sich innerhalb von Häusern und Ställen eingenistet haben. Große Mengen von Kot und Urin finden sich in den üblichen Verstecken der Tiere, mit Beginn der Wärme trocknen sie aus und sind infektiös. Die in den letzten Jahren beobachtetet Zunahme der gemeldeten Fälle wird auch mit der exakter eingehaltenen Meldepflicht begründet.

Schutz und Impfung 
Eine Impfung ist bisher nicht vorhanden. Entsprechende Forschungen laufen aber und sollen bis ungefähr 2010 zu einen marktreifen Impfstoff führen.

Bis zu diesem Zeitpunkt besteht die wirksamste Präventionmaßnahme in einer Bekämpfung der Nagetierpopulation.

Populäre Suchbegriffe